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Mittwoch, 25.01.2012

Weltwassertag 2012

Kategorie: Allgemeine News, Virtuelles Wasser

 

Motto: "Wasser und Nahrungssicherheit" (Water and food security)

Der Weltwassertag, der insbesondere die breite Öffentlichkeit auf die Bedeutung des Wassers für die Menschheit hinweist, wird jährlich am 22. März begangen. Alle Staaten sind aufgefordert, den Weltwassertag der Umsetzung der VN-Empfehlungen zu widmen und geeignete, konkrete Maßnahmen auf nationaler Ebene durchzuführen. Es gibt den Weltwassertag bereits seit 1993. Er ist ein Ergebnis der Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro und wird seit 1993 jährlich aufgrund einer Resolution der VN-Generalversammlung vom 22. Dezember 1992 gefeiert.

Im Jahre 2012 werden sich die Feierlichkeiten zum Weltwassertag auf Marseille konzentrieren, die Gastgeberstadt des Weltwasserforums (16. bis 22. März 2012). Die UNESCO wird dort den vierten Weltwasserbericht vorstellen.

Durch Bevölkerungswachstum, wirtschaftliches Wachstum und die Urbanisierung wird der Bedarf nach Nahrungsmitteln, Wasser und Energie weltweit steigen. Die Deckung des steigenden Nahrungsmittelbedarfs und des damit einhergehenden Energiebedarfs wird zu einem deutlichen Anstieg des Wasserbedarfs und einer weiteren Degradierung von Wasserressourcen und Ökosystemen durch Übernutzung und Verschmutzung führen. Es droht eine deutliche Lücke zwischen verfügbaren Wasserressourcen und Bedarf, die die Versorgungslücke in den wasserärmeren Regionen verschärft, gleichzeitig sich jedoch auch zum Engpassfaktor für die Nahrungsmittelproduktion und die Energieerzeugung entwickelt.

Diese Zusammenhänge und mögliche Lösungen wurden auf der internationalen Konferenz "Bonn2011 - The Water, Energy and Food Security Nexus - Solutions for the Green Economy" ausführlich diskutiert. Die Konferenz fand in der Zeit vom 16. bis 18.11.2011 in Bonn statt. Die internationale Veranstaltung wurde von der Bundesregierung, durch die beiden Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Vorfeld von "Rio+20" und als Beitrag zum Vorbereitungsprozess für die Weltkonferenz sowie insbesondere als Beitrag zum Thema Ökologische Wirtschaft (Green Economy) ausgerichtet. Sie brachte in dieser Form weltweit erstmalig ca. 550 hochrangige Teilnehmer aus Politik, nationalen und internationalen Verwaltungen, aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um gemeinsame Lösungsansätze für die Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit im Rahmen der Armutsminderung und einer nachhaltigen Entwicklung zu diskutieren.

Im Fokus der Konferenz standen drei Handlungsfelder nachhaltiger Entwicklung und deren Zusammenhänge: Die soziale Dimension – Zugang zur Basisversorgung mit Wasser; die ökonomische Dimension - mehr Wohlstand mit weniger Ressourcen; die ökologische Dimension - Investitionen zum Erhalt der Ökosysteme und deren Ökodienstleistungen. Ziel war es übergreifende Lösungsansätze zur Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit zu erarbeiten. Ergebnisse und Botschaften der Konferenz werden in den Vorbereitungsprozess für die "Rio+20" Konferenz eingebracht. BMU und BMZ werden die Thematik zudem mit wesentlichen Beiträgen beim 6. Weltwasserforum im März 2012 in Marseille positionieren.

Das Umweltbundesamt kürt seit 2011 einen Gewässertyp des Jahres. Als "Gewässertyp des Jahres 2012" wird am Tag des Wassers der "Sandig, lehmige Tieflandfluss" bekanntgegeben. Diesem Gewässertyp gehören z.B. Lippe, Ems, Aller, Alster, Elbe und Spree an.

Weitere Informationen zum Weltwassertag können unter der Internetseite http://www.unwater.org abgerufen werden.

Quelle: www.bmu.de